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2006-11-19 Montreal (Sonntag)

Ein weiterer ganzer Tag Montreal erwartet uns! Meine schon erwähnten Halsschmerzen sind kein bisschen besser geworden, doch ich beschließe mich durchzukämpfen.
Dank Daniels aus Deutschland importierten Eukalyptus-Hustenbonbons wird es aber erträglicher.
Zu Tagesbeginn steht ein weiterer längerer Marsch an: Nach Durchqueren des Unicampus' McGill geht es weiter nordwestwärts hoch auf den Mont Royale. Dessen gigantisches Kreuz haben wir bereits gestern Abend angestrahlt gesehen, zudem soll man von dort oben einen schönen Ausblick auf die Innenstadt und Old Montreal genießen können. Schließlich oben angekommen, werden wir einzig vom etwas trüben Wetter enttäuscht. Im Sommer bietet sich bestimmt ein ansehnlicher Anblick auf grüne Alleen, doch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt darf man natürlich nicht zu viel erwarten.



Der Rundkurs auf dem Plateau der Erhebung bietet weitere sehr schöne Ausblicke in alle Richtungen. Imposant blickt nun auch das 40 Meter hohe Kreuz auf uns hinab, an dessen Fuße wir uns tummeln.
Der Abstieg ist unerwartet schnell gelaufen, und es ist Zeit für ein "Heißgetränk" bei einem Tim Hortons nahe der Uni, doch Vorsicht: "No Loitering!" Zwar ist jeder willkommen, doch nicht für länger als 20 Minuten. Diese Aufwärmung ist bitter nötig, denn meine Beine zittern schon vor Erschöpfung.
Doch noch ist das heutige Programm nicht bewerkstelligt. Per U-Bahn finden wir den Olympiapark aus dem Jahr 1976. Als erstes ragt uns der charakteristische schiefe Turm entgegen, der die Ufo-Form des Stadions noch futuristischer erscheinen lässt, und als zweites die gehisste DDR-Flagge. Tatsächlich gingen Platz eins und zwei der Spiele an Russland und die SBZ.
In den Gebäuden gibt es Infos über die Spiele etc., das alles interessiert uns wenig, und ob des bewölkten Tages ersparen wir uns die kostenpflichtige Turmauffahrt.
Dafür genießen wir im Hotel eine Doku über die noch frisch in Erinnerung haftende WM.
Die Diskussion um eine geeignete Abendessenlokalität endet schließlich doch bei einem Italiener. Nebenan hätte der gleiche Laden eine Billigvariante angeboten, was wir, gesättigt, demütig zur Kenntnis nehmen.
Ein Pub beliefert uns mit einem Feierabendbier. Leider kein Weizen wie am Samstag, doch die Athmosphäre ist gut.
1.12.06 03:32
 


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