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2006-06-08 Zwischenexamen

Kaum vom erholsamen Wochenende wieder in Waterloo angekommen, erwartet mich ein ganzer Stoß an Arbeit! Schließlich ist dieses Trimester nun schon zur Hälfte vorbei, und da gibt es die sogenannten "midterm exams", also Prüfungen zur Halbzeit des Trimesters. Da bin ich zu einem extremen Umdenken von meiner Paderborner Lernstrategie gefordert, wo es darauf hinauslief, das Semester über lau zu leben und in der Prüfungsphase einige Wochen richtig Gas zu geben. Hier ist der Lernaufwand eher konstanter, was auch durch Tutorien und Hausaufgabenblätter bewirkt wird.
Mittwoch ist meine erste Prüfung in dem Fach "Wirtschaft für Ingenieure". Ist nichts wirklich grundlegend neues für mich, doch die Begriffe sind komplett unbekannt und es ist ein guter Überblick über die Dinge, die ich im Paderborner BWL-Teil nur verstreut zusammen gelesen bekomme.
Nach für meine Verhältnisse eher mäßiger Vorbereitung gehe ich in die Prüfung und bin mit dem Verlauf ganz zufrieden.
Nun habe ich noch nächste Woche Dienstag und Freitag Prüfungen vor mir.
Mittwoch am Abend trifft sich wieder unsere Kleingruppe. Wir kochen gemeinsam Essen für "Oasis" - das ist nicht etwa diese Musikband, sondern eine Einrichtung der Stadt Kitchener, die Bürgern der Arbeiterklasse eine kostenlose Mahlzeit anbietet. Verschiedene sozial orientierte Gruppen können sich da für einen Abend "einmieten" und die Verpflegung übernehmen - so wir für kommenden Freitag Abend.
Wir haben uns - ganz kreativ - für Spaghetti mit Tomatensauce mit Nachtisch entschieden, wobei unsere Kleingruppe für die Sauce zuständig ist (andere Kleingruppen machen den Rest). Wir rechnen mit 100-150 Leuten, und so dauert es einige Stunden, bis wir alles fertig haben. Die fertige Sauce wird so lange eingefroren (zum Leidwesen von Andrew, der dazu ca. 80% seiner Kühlschrankkapazität opfern muss).
Als krönenden Abschluss fahre ich per Fahrrad die 5km heim. Es ist kurz nach Mitternacht, doch dank installiertem Licht am Bike fühle ich mich sicher! Auf einem Bürgersteig der Columbia Street sehe ich einige Meter vor mir ein kleines Tier entlang laufen. Zunächst halte ich es für ein Eichhörnchen, dann für eine Katze. Als ich es fast eingeholt habe, kann ich es gar nicht mehr zuordnen. Es dackelt kreuz und quer über den Weg, sodass ich sehr aufpassen muss, es nicht zu überfahren. Als es mich realisiert, bleibt es schlagartig stehen, es hört sich an, wie wenn man mit dem Rad eine Vollbremsung auf Asphalt macht und noch ein Stück gleitet (nicht rollt). In dem Moment passiere ich es auch schon, und Ich fühle ein feuchtes Sprenkeln an meinem linken Bein, und da ahne ich schon... das Geräusch hörte sich auch so an, wie wenn man einen Wassersträuber verwendet. Daheim angekommen, realisiere ich den penetranten Geruch, der von meinem Bein aufsteigt. Es ist ein Stinktier gewesen, und das macht seinem Namen alle Ehre!
Der Geruch ist nicht so richtig derbe, schon unangenehm, aber wird erst durch die Intensität richtig fies.
Von meiner Haut bekomme ich den Geruch mit Seife abgewaschen; meine Kleidung übernachtet draußen zum Auslüften.
8.6.06 21:54
 


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